Wir vergleichen Geldanlagen für Minderjährige!

Welche Geldanlage für Kinder ist sinnvoll?

Geldanlage für KinderEs ist bekanntermaßen nicht unüblich, dass Eltern oder Großeltern, Onkel, Tanten oder Paten einem Kind zur Geburt Geld schenken oder ein Konto einrichten. Doch welche Geldanlage für Kinder ist die Beste?

Die örtlichen Sparkassen begrüßen die neuen Erdenbürger häufig bereits mit einem Gutschein, der bei Eröffnung eines Sparbuches dem Konto gutgeschrieben wird. Das Sparbuch war als erstes Konto für Neugeborene eigentlich Standard. Nicht nur die historisch niedrigen Zinsen, auch die Erkenntnis, dass es durchaus lukrativere Sparformen gibt, hat jedoch zu einem Umdenken geführt.

Checkliste der Sparformen

  • Tagesgeld

    Tagesgeld ist eine sichere Geldanlage mit variablen Zinsen und eignet sich zum Ansparen größerer Geldsummen. Viele Banken bieten online kostenlose Tagesgeldkonten mit attraktiven Verzinsungen an. Vor der Einrichtung eines Tagesgeldkontos ist ein Vergleich verschiedener Anbieter vorzunehmen, hierbei ist zu beachten, dass nicht alle Angebote für Minderjährige zur Verfügung stehen. Besonders vorteilhaft am Tagesgeld ist die tägliche Verfügbarkeit. Nachteile von Tagesgeld zeigen sich in spontanen Zinsänderungen, die zuungunsten des Anlegers ausfallen können. Zum Tagesgeld für Kinder Vergleich

  • Festgeld

    Festgeld ist ebenfalls eine sichere Geldanlage zu attraktiven Zinsen, die über die Dauer der Festgeldanlage festgeschrieben sind. Bei vielen Banken können Sparer ein kostenloses Festgeldkonto eröffnen. Beim Festgeld wird ein bestimmter Betrag über eine fixe Laufzeit angelegt und entsprechend verzinst. Festgeld ist über die Dauer des Anlagezeitraumes nicht verfügbar. Festgeld eignet sich als langfristige Kapitalanlage, wenn das Geld in dieser Zeit nicht benötigt wird. Zum Festgeld für Kinder Vergleich

  • Sparbuch

    Das Geld auf einem Sparbuch anzulegen, ist heute nicht zeitgemäß und trotzdem noch die beliebteste Form der Geldanlage in Deutschland. Sparbücher gibt es bei einigen Banken und Sparkassen, aber nicht online. Die Verzinsung ist extrem niedrig. Die Geldanlageform ist sicher. Allerdings sparen Anleger auf dem Sparbuch, ohne dabei eine nennenswerte Rendite zu erwirtschaften. Nachteil des Sparbuches: Berücksichtigt man die Inflation, ist das Sparen auf einem Sparbuch Geldvernichtung.

  • Sparbriefe

    Sparbriefe gibt es mit jährlichen Laufzeiten, die zwischen mindestens einem Jahr und maximal zehn Jahren liegen. Wie Tages- und Festgeld ist das Geld durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt. Die Verzinsung ist laufzeitabhängig und in der Höhe mit der von Festgeld vergleichbar. Vor der Anlage ist ein Vergleich verschiedener Angebote empfehlenswert.

  • Bundesanleihen / Bundesschatzbriefe

    Bundesschatzbriefe waren Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland. Bis zum 31.12.2012 wurden sie an Sparer mit Laufzeiten von sechs oder sieben Jahren vergeben. Mit Wirkung vom 01.01.2013 hat die Bundesrepublik die Emission neuer Bundesschatzbriefe eingestellt. Diese sichere Sparform steht Anlegern nicht mehr zur Verfügung. Privatkunden können Bundesanleihen gegen Gebühren bei ihren Hausbanken erwerben. Diese bieten ebenfalls eine hohe Sicherheit und eine attraktive Rendite.

 SparbuchTagesgeldFestgeldSparbriefBundesanleihe
Ø Rendite 0,05 - 0,2 %0,5 - 1 %0,8 - 2 %1 - 2 %0,5 %
stark schwankend
Einlagensicherungmin. 100.000 €min. 100.000 €min. 100.000 €min. 100.000 €-
Laufzeitjederzeit verfügbar, Kündigung mit 3 Monatsfristtäglich verfügbar1 bis 10 Jahre,
hohe Laufzeit höhere Rendite
1 bis 10 Jahre,
hohe Laufzeit - höhere Rendite
10 & 30 Jahre

Stand: 09/2016

Tagesgeld für Kinder vergleichen

Tagesgeld ist absolut sicher, flexibel, da stets verfügbar und gut verzinst. In unserem Kindertagesgeldvergleich stellen wir einige der attraktivsten Angebote gegenüber, die auch für Minderjährige eröffnet werden können.
Zum Vergleich Tagesgeld für Kinder

Die Suche nach der geeigneten Geldanlage für Kinder sollte nicht bei der Bank um die Ecke oder dem Versicherungsvertreter im eigenen Wohnzimmer enden. Tagesgelder sind, auch in Niedrigzinsphasen, eine echte Alternative, vorausgesetzt, man wählt den richtigen Anbieter. Die lukrativsten Anbieter finden sich über unseren Tagesgeldvergleich für Kinder. Im Rahmen eines unseres Vergleichs wird schnell deutlich, dass die aktuell rund 0,3 – 0,5 Prozent (Stand 05/2015), welche im Sparkassen- und Filialbanksektor geboten werden, nicht die letzte Lösung sind. Auf Einlagen spezialisierte Direktbanken, häufig aus dem europäischen Ausland, bieten nach der letzten Zinssenkungsrunde aktuell immer noch eine Verzinsung von zwei Prozent. Da der Markt für Tagesgelder stark umkämpft ist, zahlt die eine oder andere Bank auch eine Neukundenprämie. Diese ist ein hübsches Zusatzgeschenk für den Nachwuchs. Tagesgeldkonten werden komplett gebührenfrei geführt, Verfügungen sind täglich in voller Höhe ohne vorherige Kündigung möglich und die Ersparnisse unterliegen der Einlagensicherung. Für Banken aus den europäischen Nachbarländern gilt dabei eine Sicherung bis zu 100.000 Euro pro Anleger.

Festgeld für Kinder

Termingelder sind ein zweischneidiges Schwert. Je länger die Zinsbindung, umso höher der Zins – diese Weisheit hat schon seit einiger Zeit keine Gültigkeit mehr. Vergleich man bei der Geldanlage für Kinder die Konditionen für Tagesgelder und Termingelder, geraten Termingelder, auch Festgeld) schnell in das Hintertreffen. Während Tagesgelder willkürlich bespart oder abgehoben werden können, gilt für das Festgeldkonto, dass eine bestimmte Summe für einen bestimmten Zeitraum festgelegt ist. Gerade zu Beginn der Sparphase mit wenig Kapital also keine machbare Lösung. Spätere Zuzahlungen sind ebenso wenig möglich wie Verfügungen vor Ablauf der Zinsbindung. Zur Zeit ist die Zinsdifferenz zwischen Tagesgelder und Festgeldern so gering, dass eine Festschreibung mindestens drei Jahre dauern sollte, um einen geringen Zinsvorteil zu erzielen. Steigen jedoch die Kapitalmarktzinsen, hat der Anleger keine Möglichkeit, das Konto aufzulösen und in eine höher rentierliche Anlage umzuschichten. Termingelder sind als Geldanlage für Kinder ebenso ungeeignet, wie ein Bausparvertrag oder eine Lebensversicherung, auch wenn sie nicht mit Abschlusskosten behaftet sind.

Fondssparen – der Königsweg für langfristigen Vermögensaufbau

Wer dem Nachwuchs langfristig den Weg zu einem lukrativen Vermögensaufbau bereiten möchte, kommt an einem Fondssparplan nicht vorbei. Dabei ist es noch nicht einmal zwingend, dass eine regelmäßige Besparung erfolgt, es ist völlig ausreichend, ein Depot mit der gewünschten Mindesteinlage zu eröffnen. Zuzahlungen können dann völlig willkürlich, mit Geldgeschenken zum Geburtstag oder zu Weihnachten, vorgenommen werden. Das Argument, dass ein Fond mit hohen Gebühren belastet ist, ist nicht ganz richtig. Die größte Kostenposition ist der Ausgabeaufschlag. Ein Depotvergleich zeigt jedoch, dass es inzwischen genügend Online-Broker und Direktbanken gibt, die auf den Ausgabeaufschlag, wenn nicht vollständig, so jedoch teilweise verzichten. Depotgebühren fallen bei den meisten Anbietern auch nicht mehr an. Geldanlagen für Kinder sind ein langfristiges Investment. Aktien und Aktienfonds haben bewiesen, dass über einen mehrjährigen Zeitraum die Renditen deutlich über den Renditen anderer Anlageformen liegen. Neben völliger Flexibilität bei dem Kauf von Anteilen ist auch eine spontane Verfügung über das Kapital möglich. Dennoch sollte man sich vor Augen halten, dass bei Aktien eine gewisse Vorlaufzeit notwendig ist. Der regelmäßige Erwerb von Anteilen hat noch einen weiteren Vorteil. Durch den Durchschnittskosten-Effekt steigt die Gesamtrendite des Depots noch einmal. Wer immer einen regelmäßigen Betrag einzahlt, erwirbt, je nach Börsenstand einmal mehr, einmal weniger Fondsanteile. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass es trotz aller Widrigkeiten für die Börse nur einen Weg gibt, nach oben. Die zu einem niedrigeren Kurs erworbenen Anteile haben somit noch einmal einen deutlich höheren Gewinn, als die Anteile, die bei Börsenhochstand gekauft wurden. Langfristig zahlt sich dies immer aus.

Die beste Geldanlage für Minderjährige

Die beste Geldanlage für Kinder sollte vor allem von Flexibilität sowohl bei der Einzahlung als auch bei der Verfügbarkeit geprägt sein. Tagesgeld und Wertpapierfonds bieten diese Vorteile in Kombination mit den aktuell besten Renditen am Kapitalmarkt. Voraussetzung ist jedoch, dass sich Anleger über Vergleiche die Mühe machen, die besten Anbieter herauszufiltern, andernfalls werden die Renditen durch hohe Kosten oder niedrige Erträge rasch wieder zu Nichte gemacht.

Vor dem Hintergrund, dass eine Geldanlage für Kinder über viele Jahre Bestand hat und spontane Teilverfügungen ohne Kosten möglich sein sollten, sind Bausparverträge und Rentenversicherungen, auch wenn mit verschiedenen Optionen ausgestattet, nur die zweitbeste Lösung. Beide Varianten enthalten Kosten, welche zu Lasten der Rendite gehen. Flexibel, sicher und gut verzinst ist das Tagesgeld, so sieht eine sinnvolle Geldanlage für Kinder aus.

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